Vom 27. bis 30. April 2026 gibt es in der Theologischen Hochschule Reutlingen eine Fortbildung. Es geht um Rituale und darum, wie Menschen in Übergangssituationen gut begleitet werden können. Die Fachkommission Gottesdienst und Agende gestaltet diese Fortbildung gemeinsam mit der Theologischen Hochschule Reutlingen. Anmeldungen sind ab sofort möglich: https://form.jotform.com/252942655216056 .
Alle Beiträge von jh
Gottesdienst mit Tauferinnerung
Ankommen – Gott bringt uns zusammen
Vorspiel
Liturgische Eröffnung
Begrüßung und Erläuterung zum Gottesdienst
Lied
Psalm
EM 697 Psalm 51, 3-6.8.10-14.17
EM 699 Psalm 73, 1-3.9.23-26.28
EM 714 Psalm 130, 1-8
Kollektengebet
L Lasst uns in einem Moment der Stille
unsere Gebete sammeln vor Gott.
– Stille –
Treuer Gott, wir bringen dir,
was unsere Gedanken und Gefühle bindet.
Du hast deinem Volk die Fesseln gelöst
und es aus Knechtschaft in die Freiheit geführt.
Du hast uns durch Jesus Christus Versöhnung geschenkt.
Hilf uns zu sehen, was uns fesselt und fern hält von dir.
Sende deinen befreienden Geist,
damit deine Liebe uns erneuert und erfüllt.
Dies bitten wir durch unsern Herrn Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
lebt und wirkt in Ewigkeit.
Amen
Lied
Hören – Gott spricht zu uns
Lesung
Lobgesang
Ansprache
Lied
Teilen – Gott verbindet uns miteinander
L Wenn wir miteinander Gottesdienst feiern,
zeigt sich Gottes Nähe.
Fesseln lösen sich und Blicke weiten sich.
Uns verbindet ein Band des Friedens –
miteinander und mit Gott.
In Taufe und Mahlfeier erleben wir das mit allen Sinnen.
In einer Welt der Veränderung suchen wir das Verlässliche,
etwas, das unserem Leben Halt gibt.
Die Erinnerung an unsere Taufe
lässt uns Gottes beständige Liebe spüren.
Denn woher wir auch kommen und wohin wir auch wollen –
durch die Taufe sind wir gewiss:
Wir sind eins in Christus, Teil seines Leibes, Teil seiner Kirche.
Tauferinnerung
L holt Wasser vom Abendmahlstisch und schüttet Wasser in die Taufschale.
L Dieses Wasser erinnert uns an die Taufe und an die Gemeinschaft aller Getauften. Empfangt das Kreuzzeichen als Erinnerung an eure eigene Taufe.
Die Getauften kommen nach vorne zur Taufschale und erhalten auf die Stirn oder in die Handfläche mit dem Wasser ein Kreuz gezeichnet mit den Worten:
L Christus ist die Auferstehung und das Leben.
Antwort auf die Tauferinnerung
als Bundeserneuerung mit dem Sozialen Bekenntnis
L ~ Wir sind gezeichnet durch Christus.
Christus ist die Auferstehung und das Leben.
Wir bekennen einander und miteinander:
~ Gott hat Bestand. Gott steht uns bei.
Deshalb bekennen wir jetzt,
was uns im Leben leitet und miteinander verbindet :
G Es wird das soziale Bekenntnis (EM 771) gesprochen.
Bittgebet und Vater Unser
L ~ Liebender Gott,
du hast uns reich beschenkt,
mit dir sind wir verbunden.
Hilf uns, in deiner Liebe zu bleiben
und zu tun, was wir vesprochen haben.
Höre uns, wenn wir gemeinsam beten:
L ~ Gütiger Gott,
du hast uns reich beschenkt.
Unsere Füße stehen auf weitem Raum.
Mit dir verbunden sind wir stark in unserem Alltag.
Du kannst uns gebrauchen, so wie wir sind.
Hilf uns, in deiner Liebe zu bleiben.
Höre uns, wenn wir gemeinsam beten:
G Vater unser / Unser Vater im Himmel…
Weitergehen – Gott segnet uns
Lied
Sendung und Segen
Nachspiel
Trauung und Ehejubiläum
Die Trauung ist die festliche Segnung eines Paares in einem christlichen Gottesdienst anlässlich der Eheschließung. Vor Gott und der versammelten Gemeinde bekennen die Eheleute, dass sie liebevoll gemeinsam leben und einander treu sein wollen. Dem Paar wird die Unterstützung der Gemeinde und seelsorglicher Beistand zugesichert.
Der Trauung geht die standesamtliche Eheschließung voraus.
Ihren liturgischen Ort haben Trauung und Ehejubiläum im dritten Teil des Gottesdienstes („Teilen – Gott verbindet uns miteinander“). Die Lesungen und die Verkündigung im zweiten Teil („Hören – Gott spricht zu uns“) können ganz auf die Trauung hin ausgerichtet sein und die Biografie der Eheleute sowie die Geschichte des Paares aufgreifen.
Die verschiedenen Formulare versuchen, der Unterschiedlichkeit und Breite von verbindlichen Lebensformen Raum zu geben; für das Ehejubiläum gibt es ein eigenes Formular. Dabei können Partien und Ideen aus dem einen Formular entnommen und in einem anderen verwendet werden und umgekehrt.
Gottesdienst einfach
Muss der Gottesdienst ausfallen, wenn am Sonntag niemand da ist, um ihn zu leiten oder eine Predigt zu halten? Nein: Die Gemeinde kann ihren Gottesdienst selbst gestalten.
Mit diesen Vorlagen könnt ihr ohne größere Vorbereitung als Gemeinde miteinander einen inspirierenden Gottesdienst feiern.
Die Fachgruppe für Gottesdienst und Agende wünscht dazu viel Freude, gespannte Erwartung, Gelassenheit, und in allem Gottes Segen!
„Gottesdienst einfach“ – der kann richtig gut werden!
Textvorschläge für eine Mahlfeier mit Friedensgebet
Sündenbekenntnisse
Trauerfeier für einsam Verstorbene
Die folgende Ordnung bietet Bausteine an für ein Gedenken an eine Person, die ohne Begleitung sterben musste. Die Idee dazu entstand in der Corona-Zeit. Sie bietet die Möglichkeit, eine Person mit solchem Schicksal nachträglich in Gemeinschaft zu verabschieden.
Anregungen für das „Teilen und Anteilnehmen“ im dritten Teil des Gottesdienstes
Bundeserneuerung
Gottesdienst zur Bundeserneuerung in methodistischer Tradition
mit Bundesgebet und Mahlfeier
Dies ist ein Gottesdienst für diejenigen, die den Bund mit Gott erneuern möchten. Am 25. Dezember 1747 forderte John Wesley die Mitglieder seiner Gemeinschaften auf, ihren Bund mit Gott zu erneuern. Der erste Bundeserneuerungsgottesdienst wurde am 11. August 1755 gefeiert. Wesley veröffentlichte die Liturgie im Jahr 1780. Diese Form wurde fast 100 Jahre lang ohne Veränderungen genutzt. Dann wurde sie mehrmals verändert, bis eine Gestalt gefunden war, die die Gemeinde stärker beteiligte. Seither ist dieser Gottesdienst eine Quelle des Segens für unsere Kirche wie auch für andere Kirchen.
Trauerfeier mit Bestattung
Die christliche Bestattung ist ein Dienst, den die Kirche Trauernden tut. Die im Auftrag der Kirche Handelnden verkörpern in ihm Verlässlichkeit in einer verunsichernden Situation.
Die Trauerfeier mit Beisetzung ist Teil eines Weges. Der kann schon mit der Sterbebegleitung beginnen. Ein wesentliches Wegstück ist das Trauergespräch. Ein Zeichen für die Verlässlichkeit kirchlichen Handelns kann hier das gemeinsame Beten sein, in welchem die Unverfügbarkeit des Lebens offen ausgesprochen wird.
Die Form der Trauerfeier kann durch lokale Traditionen oder Umstände stark vorgegeben sein. Sie kann aber auch vor der Herausforderung stehen, geeignete Formen zu finden, um sich auf verschiedenste Bestattungsformen einzustellen.