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Hausgottesdienst mit Kindern: Noah

Material: Kerze, (Kinder)bibel , evtl. Liederbuch und Instrument,  Papier in Regenbogenfarben

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

  • Wir räumen das Zimmer auf
  • Wir stellen alle elektronischen Geräte ab
  • Wir zünden eine Kerze an und setzen uns gemeinsam hin
  • Votum mit Bewegungen

„Wir feiern jetzt zusammen Gottesdienst. Andere feiern auch Gottesdienst bei sich zu Hause. Gott lädt uns sein. Darum feiern wir jetzt

im Namen Gottes, des Schöpfers, der die ganze Welt gemacht hat,  mit den Armen einen Kreis beschreiben  
und im Namen Gottes, des Sohnes Jesus Christus, der uns lieb hat,  Hände kreuzen am Herzen  
und im Namen Gottes des Heiligen Geistes, der uns stark macht.   Amen“Bizeps zeigen
  • Lied (z.B. „Auf der Regenbogenstraße“ – Unser Kinderliederbuch 288/Top 25, 16)
  • Gebet: Papier in Regenbogenfarben liegt auf dem Tisch. Zu jeder Farbe dürfen Gebetsanliegen formuliert werden (z.B. gelb = Danke für die Sonne)

Hören – Gott spricht zu uns

  • Lied (z.B. „Er hält die ganze Welt“ – Unser Kinderliederbuch 251 oder „Wäre ich ein Schmetterling“ – Unser Kinderliederbuch 287)
  • Wir lesen eine Geschichte aus der (Kinder)bibel: Noah (1. Mose 6-9). 
  • Evtl. kurzes Gespräch:
    • In der Corona-Zeit hat man den Regenbogen in vielen Fenstern gesehen. Was hat er wohl mit dem Regenbogen nach der Flut zu tun?
    • In diesem Frühling haben wir uns vielleicht ein bisschen gefühlt, wie auf der Arche: Man konnte kaum rausgehen und war immer nur mit den gleichen Menschen (wahrscheinlich nur der Familie) zusammen. Jetzt ist wieder vieles wie vorher. Aber was ist noch anders? Was war nach der Sintflut anders als vorher?
  • Evtl. kurze Aktion:   

Ein Kind macht ein Tier vor (pantomimisch, malen oder mit Geräuschen). Die anderen müssen erraten, welches Tier es ist           oder

Aus Decken und Stühlen oder einem alten Pappkarton eine „Arche“ basteln, mit der in den nächsten Tagen noch weiter gespielt werden kann

  • Lied (z.B.  „Gottes Regenbogen“ – Top 25, 5 oder „Immer und überall“ – Top 25, 11 oder „Seht mal meinen Regenschirm“ – Feiert Jesus Kids 167 oder „Regenbogen bunt und schön“ – Unser Kinderliederheft 32)

Teilen – Gott verbindet uns miteinander

  • Das bunte Papier wird noch einmal gebraucht. Auf jedes Blatt wird ein Name von einer Person/Familie geschrieben, die wir lange nicht mehr gesehen haben (vielleicht auch jemand aus unserer Gemeinde). Im Laufe der kommenden Woche kann jeden Tag ein Brief an diese Person/en geschrieben werden.
  • Fürbittengebet: Wir beten für die, die wir lange nicht mehr gesehen haben.
  • Vater unser

Weitergehen – Gott segnet uns

  • Segensgebet mit Bewegungen, z.B.:
Gottes gute HändeHände zeigen
sind wie ein großes Zelt,mit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
das uns beschützt und fest zusammenhält.beide Hände fest verschränken und zusammenhalten
Gottes gute HändeHände erhoben zeigen
sind wie ein großes Zeltmit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
Er beschützt dichauf das Gegenüber zeigen
und michauf sich selbst zeigen
und die ganze weite Welt.mit den Händen einen Kreis beschreiben
Amen(Hände falten)
  • Lied (z.B „Gott dein guter Segen“, EM 496)

Hausgottesdienst mit Kindern: Gott erschafft die Welt

Material: Kerze, (Kinder)bibel , evtl. Liederbuch und Instrument, Ausdruck für das Gebet, Stifte, Lupe/ Fernglas o.ä., gelb angemalter Pappteller oder Kreis aus gelber Pappe, gelbe Pappstreifen

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

  • Wir räumen das Zimmer auf
  • Wir stellen alle elektronischen Geräte ab
  • Wir zünden eine Kerze an und setzen uns gemeinsam hin
  • Votum mit Bewegungen

„Wir feiern jetzt zusammen Gottesdienst. Andere feiern auch Gottesdienst bei sich zu Hause. Gott lädt uns sein. Darum feiern wir jetzt

im Namen Gottes, des Schöpfers, der die ganze Welt gemacht hat,  mit den Armen einen Kreis beschreiben  
und im Namen Gottes, des Sohnes Jesus Christus, der uns lieb hat,  Hände kreuzen am Herzen  
und im Namen Gottes des Heiligen Geistes, der uns stark macht.   Amen“Bizeps zeigen
  • Lied (z.B. „Alles Helle, alles Lachen“ – Du bist Herr Kids 4 oder „Alles muss klein beginnen“ – EM 576 oder „Sonne und Mond, Wasser und Wind“ – EM 46)
  • Gebet (Die beiden Seiten mit den Bildern (s.u.) werden auf den Tisch gelegt. Jede/r darf nun die Dinge ausmalen, für die er/sie Gott danken möchte)

Hören – Gott spricht zu uns

  • Lied (z.B. „Es ist nichts von selbst gekommen“ – Unser Kinderliederbuch 249/ Du bist Herr Kids 41 oder „Du hast uns deine Welt geschenkt“ – Unser Kinderliederheft 8ä)
  • Wir lesen eine Geschichte aus der (Kinder)bibel: Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1-2,4). 
  • Evtl. kurzes Gespräch:
    • Welcher Tag war wohl der wichtigste? Gibt es überhaupt einen wichtigsten Tag? War einer der Tage vielleicht nicht so wichtig?
    • Was können wir tun, um die Schöpfung zu bewahren?
  • Evtl. kurze Aktion: Mit einer Lupe (alternativ: ein Stück schwarze Pappe, in das ein Loch geschnitten ist) wird ein Stück Schöpfung (z.B. eine Schüssel voll Erde, eine Blume, ein Stück Obst, die eigne Hand…) ganz genau betrachtet. Alternativ kann auch (mit einem Fernglas) aus dem Fenster geschaut werden.
  • Lied (z.B.  „Wer lässt die Sterne strahlen“ – Unser Kinderliederbuch 254/ Du bist Herr Kids 205 oder „Mit der Erde kannst du spielen“ – EM 578 )

Teilen – Gott verbindet uns miteinander

  • Wir überlegen gemeinsam, was wir in dieser Woche für die Gemeinschaft an unserem Wohnort tun können, um die Schöpfung zu bewahren, z.B. an einer Stelle Müll aufsammeln, ein paar Blumen säen, bewusst Lebensmittel aus der Region kaufen…
  • Fürbittengebet

Gott hat die Sonne erschaffen. Ein gelb angemalter Pappteller/ ein Kreis aus gelber Pappe und gelbe Pappstreifen werden auf den Tisch gelegt. Nach und nach werden die Pappstreifen auf den Kreis geklebt. Mit jedem Pappstreifen wird eine Fürbitte gesprochen, z.B.:

„ Lieber Gott, wir danken Dir für die Sonnenstrahlen, die Du uns schenkst

  • Hilf, dass wir traurigen Menschen von unseren Sonnenstrahlen abgeben
  • Hilf, dass wir uns auch an kalten, dunklen Tagen an Deine Sonnenstrahlen erinnern
  • Hilf, dass alle Menschen die Sonnenstrahlen Deiner Liebespüren.
  • Weitere frei formulierte Fürbitten, bis alle Streifen aufgeklebt sind            …“
  • Vater unser

Weitergehen – Gott segnet uns

  • Segensgebet mit Bewegungen, z.B.:
Gottes gute HändeHände zeigen
sind wie ein großes Zelt,mit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
das uns beschützt und fest zusammenhält.beide Hände fest verschränken und zusammenhalten
Gottes gute HändeHände erhoben zeigen
sind wie ein großes Zeltmit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
Er beschützt dichauf das Gegenüber zeigen
und michauf sich selbst zeigen
und die ganze weite Welt.mit den Händen einen Kreis beschreiben
Amen(Hände falten)
  • Lied (z.B „Gott dein guter Segen“, EM 496)

Hausgottesdienst mit Kindern: Paulus erleidet Schiffbruch

Material: Kerze, (Kinder)bibel oder Ausdruck s.u., evtl. Liederbuch und Instrument, Papier (möglichst A3), evtl. Spielfiguren.

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

  • Wir räumen das Zimmer auf
  • Wir stellen alle elektronischen Geräte ab
  • Wir zünden eine Kerze an und setzen uns gemeinsam hin
  • Votum mit Bewegungen

„Wir feiern jetzt zusammen Gottesdienst. Andere feiern auch Gottesdienst bei sich zu Hause. Gott lädt uns sein. Darum feiern wir jetzt

im Namen Gottes, des Schöpfers, der die ganze Welt gemacht hat,  mit den Armen einen Kreis beschreiben  
und im Namen Gottes, des Sohnes Jesus Christus, der uns lieb hat,  Hände kreuzen am Herzen  
und im Namen Gottes des Heiligen Geistes, der uns stark macht.   Amen“Bizeps zeigen
  • Lied (z.B. „Jesus wir laden dich ein“ https://www.youtube.com/watch?v=8anwwNOd0wo )
  • Gebet (Jede/r betet „heimlich“ in der Stille)

Hören – Gott spricht zu uns

  • Lied (z.B. „Er hält die ganze Welt“ – Unser Kinderliederbuch 251 oder „Bau nicht dein Haus“ – Top 27,3)
  • Kurze Aktion: Ein großes Schiff wird gefaltet
  • Wir lesen eine Geschichte aus der (Kinder)bibel: Paulus erleidet Schiffbruch (Apostelgeschichte 27 + 28). Für eine Zusammenfassung s.u.  Mit dem gefalteten Schiff und Spielfiguren kann die Geschichte nachgespielt werden.  
  • Evtl. kurzes Gespräch:
    • Wann hatten wir Angst? Was macht uns da Mut?
    • Wie können wir anderen Mut machen?
    • Wie können wir anderen zeigen, dass Jesus bei uns ist?
  • Lied (z.B. „Mein Gott ist so groß“ – Du bist Herr Kide 150 oder „Gott weiß den Weg“ – Top 27,7)

Teilen – Gott verbindet uns miteinander

  • Kennen wir eine Person (aus unserer Gemeinde), die Angst vor irgend etwas hat? Wie können wir ihr in dieser Woche eine Freude machen?
  • Fürbittengebet: Wir beten für Menschen, die Angst haben
  • Vater unser

Weitergehen – Gott segnet uns

  • Segensgebet mit Bewegungen, z.B.:
Gottes gute HändeHände zeigen
sind wie ein großes Zelt,mit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
das uns beschützt und fest zusammenhält.beide Hände fest verschränken und zusammenhalten
Gottes gute HändeHände erhoben zeigen
sind wie ein großes Zeltmit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
Er beschützt dichauf das Gegenüber zeigen
und michauf sich selbst zeigen
und die ganze weite Welt.mit den Händen einen Kreis beschreiben
Amen(Hände falten)
  • Lied (z.B „Gott dein guter Segen“, EM 496)

Paulus erleidet Schiffbruch (Apostelgeschichte 27 und 28)

Paulus reiste viel umher. Er wollte vielen Menschen von Jesus erzählen.

Jetzt war Paulus auf dem Weg nach Rom. Dorthin kam man am besten mit dem Schiff. Es war eine lange Reise. Das Schiff fuhr von Hafen zu Hafen und meistens an der Küste entlang. Das war sicherer, als weit aufs Meer hinaus zu fahren. Die Reise hatte im Sommer begonnen. Jetzt war es Herbst geworden. Das Wetter wurde schlechter.

Als sie in einem Hafen waren, sagte Paulus zum Kapitän: „Diese Fahrt wird sehr gefährlich. Wir sollten lieber im Hafen bleiben.“ Aber der Kapitän wollte es noch bis zum nächsten Hafen schaffen. Doch kaum waren sie losgefahren, kam ein gewaltiger Sturm auf. Das Schiff wurde mitgerissen. Der Sturm wurde so stark, dass die Ladung ins Meer geworfen wurde. Es blieb tagelang dunkel und alle hatten Angst. Niemand wollte etwas essen.

Eines Nachts kam ein Engel zu Paulus. Der Engel sagte Paulus: „Hab keine Angst! Ihr werdet gerettet! Gott will, dass du es bis nach Rom schaffst. Deswegen wird auch allen anderen nichts passieren.“

Jetzt konnte Paulus allen anderen auf dem Schiff Mut machen. Er sagte: „Habt keine Angst! Ich vertraue Gott! Er wird uns retten!“ Er überredete sie, etwas zu essen. Paulus dankte Gott für das Brot, brach es in Stücke und verteilte es. So wie es Jesus auch getan hatte. Langsam fassten die Schiffsleute und Passagiere wieder Mut. Und nach einigen Tagen sahen sie tatsächlich Land. Sie konnten sich auf eine Insel retten. Ein paar Monate später ging die Reise weiter. Paulus kam schließlich in Rom an. Auch dort konnte er noch vielen Menschen von Jesus erzählen.

Hausgottesdienst mit Kindern: Paulus und Eutychus

Material: Kerze, (Kinder)bibel, evtl. Liederbuch und Instrument, evtl. Bausteine und Spielfiguren, evtl. Ball und Brett

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

  • Wir räumen das Zimmer auf
  • Wir stellen alle elektronischen Geräte ab
  • Wir zünden eine Kerze an und setzen uns gemeinsam hin
  • Votum mit Bewegungen

„Wir feiern jetzt zusammen Gottesdienst. Andere feiern auch Gottesdienst bei sich zu Hause. Gott lädt uns sein. Darum feiern wir jetzt

im Namen Gottes, des Schöpfers, der die ganze Welt gemacht hat,  mit den Armen einen Kreis beschreiben  
und im Namen Gottes, des Sohnes Jesus Christus, der uns lieb hat,  Hände kreuzen am Herzen  
und im Namen Gottes des Heiligen Geistes, der uns stark macht.   Amen“Bizeps zeigen
  • Lied (z.B. „Danket Gott alle Mädchen“ – Top 25,12/ EM 28)
  • Gebet nach Psalm 139:

Gott, du kennst mich richtig gut!

Ich sitze oder stehe: Du weißt es.

Ich gehe oder liege: Du bist bei mir.

Von allen Seiten umgibst du mich

Und hältst deine Hand über mir.

Danke, guter Gott!

Hören – Gott spricht zu uns

  • Lied (z.B. „Ich sitze oder stehe“ – Unser Kinderliederbuch 187)
  • Wir lesen eine Geschichte aus der (Kinder)bibel: Paulus und Eutychus (Apostelgeschichte 20,7-12). Auch diese Geschichte eignet sich wieder gut zum Nachbauen und -spielen.
  • Evtl. kurzes Gespräch:
    • Wer hatte schon mal Langeweile? Auch in der Kirche? Warum ist es da manchmal langweilig für Kinder?
    • Waren wir schon mal in einer gefährliche Situation? Hat Gott uns beschützt?
  • Evtl. kurze Aktion: Eutychus konnte die Balance nicht halten. Können wir das? Wenn man einen (nicht zu prallen) Ball unter ein Brett (z.B. großes Küchenbrett) legt, kann man sich ein Balancebrett basteln. Wer schafft es, mit beiden Beinen darauf zu stehen?
  • Lied (z.B. „Jesus gab ein neues Lied in unser Herz“ – Du bist Herr Kids, 109 oder „Felsenfest und stark“ – Du bist Herr Kids, 43)

Teilen – Gott verbindet uns miteinander

  • Wie wünschen wir uns Gemeinde/ Gottesdienst, wenn er wieder normal stattfinden kann? Wie kann er so gestaltet werden, dass er nicht langweilig für Kinder ist? Vielleicht können wir uns in dieser Woche mit jemandem aus unserer Gemeinde austauschen. Vielleicht können wir auch jemandem eine Freude machen, der sich zu Hause langweilt.
  • Fürbittengebet: Wir beten für Menschen, die sich langweilen. Weil sie alleine sind. Weil sie „aus dem Rahmen fallen“. Weil sie Freunde oder Familie verloren haben.
  • Vater unser

Weitergehen – Gott segnet uns

  • Segensgebet mit Bewegungen, z.B.:
Gottes gute HändeHände zeigen
sind wie ein großes Zelt,mit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
das uns beschützt und fest zusammenhält.beide Hände fest verschränken und zusammenhalten
Gottes gute HändeHände erhoben zeigen
sind wie ein großes Zeltmit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
Er beschützt dichauf das Gegenüber zeigen
und michauf sich selbst zeigen
und die ganze weite Welt.mit den Händen einen Kreis beschreiben
Amen(Hände falten)
  • Lied (z.B „Gott dein guter Segen“, EM 496)

Agapefeier

nach dem „Book of Worship“ der United Methodist Church

Die Agapefeier (vom neutestamentlichen Wort „agape“ = Liebe) ist ein christliches Gemeinschaftsmahl, das an die Mahlzeiten Jesu und seiner Jünger erinnert. Zentrale Elemente sind die Gemeinschaft, die Nachfolge und das Teilen des Essens.

Eine Agapefeier ist kein Abendmahl zweiter Klasse und kein Ersatz für das Abendmahl. Obwohl die Wurzeln in der frühen Kirche eng mit dem Abendmahl verbunden sind, entwickelten sich die beiden Gottesdienste unterschiedlich. Während das Abendmahl praktisch durch die ganze Kirchengeschichte überall verbreitet ist, trat die Agapefeier nur zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Denominationen in Erscheinung.

Vorbilder der Feier sind die urchristlichen Agapen und die Liebesmahle der Herrnhuter Brüdergemeine.

Im frühen Methodismus begannen die Agapen mit Gesang und Gebet. Gebäck oder Brot wurden ausgeteilt, dazu Wasser oder Tee ausgeschenkt. Für die Armen wurde eine Kollekte erhoben. Schließlich hatten alle Anwesenden Gelegenheit zu einem Erfahrungszeugnis.

„Die eigentliche Absicht eines Liebesfestes ist eine freie und familiäre Aussprache, bei der jeder Mann und auch jede Frau die Freiheit hat, irgendetwas, das zur Ehre Gottes dient, zu sagen.“ (John Wesleys Tagebuch vom 19.7.1761)

Im Unterschied zum symbolischen Essen beim Abendmahl handelt es sich hier um eine richtige Mahlzeit. Es eröffnet die Möglichkeit zu christlicher Tischgemeinschaft, wo eine gemeinsame Abendmahlsfeier noch nicht möglich ist. Jede/r Christ/in kann die Agapefeier anleiten. Die Gemeinde ist stark beteiligt. Auch kleine Kinder können mit dabei sein.

In der Regel wird eine einfache Mahlzeit geteilt. Damit die Agapefeier nicht mit dem Abendmahl verwechselt wird, sollte kein Abendmahlsbrot und kein Traubensaft gereicht werden. Es bieten sich z.B.  Brötchen, Cracker, Fladenbrot und dazu Wasser, Tee oder Kaffee an.  Im frühen Methodismus wurde ein „Loving Cup“ mit zwei Henkeln herumgegeben. Inzwischen ist es jedoch üblich, dass die Teilnehmenden aus einem eigenen Becher trinken.

Nach Möglichkeit sitzen die Feiernden gemeinsam am Tisch oder im Kreis. Die Agapefeier kann im Kirchenraum, im Gemeindesaal oder in privaten Räumen gefeiert werden. 

Eine Schriftlesung, Berichte persönlicher Glaubenserfahrungen, Lieder und Gebete gehören in der Regel zu einer Agapefeier. Andere Elemente, wie eine zeugnishafte Predigt, können dazu kommen.

Während der Mahlzeit können informelle oder geleitete Gespräche zu einem vorgegebenen Thema stattfinden.

Übrig gebliebenes Essen kann als Zeichen der Liebe und der Gemeinschaft zu Personen gebracht werden, die nicht an der Agapefeier teilnehmen konnten.

Eröffnungslied
~ 242        Mit Jauchzen freuet euch
~ 431        Feiert mit uns ein Fest vor dem Herrn
~ 445        Komm her, freu dich mit uns
~ 27          Ich will dem Herrn singen
~ 21          Auf singet dem Herrn
~ 23          Ich lobe meinen Gott
~ 432        Wir sind hier zusammen
~ HW 53   Beten
~ HW 93   Festmahl

Gebet 
~          Gebetsgemeinschaft

~          bekanntes Tischgebet

~          Liebender Gott.
Wir sind hier,
um unsere Gemeinschaft zu feiern:
Gemeinschaft mit dir.
Gemeinschaft miteinander.
Danke, dass du bei uns sein willst.
Bitte segne unser Essen und unsere Gespräche.
Sprich zu uns durch dein Wort.
Sei bei uns mit deinen Heiligen Geist.
Amen

~          Herr, komm zu uns mit deinem Wort, das für uns Brot des Lebens ist. Lass uns dein Wort hören und lass es in uns wirksam werden. Hilf uns, es denen weiterzusagen, die nach einem sinnvollen Leben hungern, damit sie dein Leben finden.

~          Sei gegenwärtig an unserem Tisch, Herr.
Dein Name sei gepriesen,
hier und auf der ganzen Welt.
Segne deine Schöpfung und schenke,
dass wir im Paradies gemeinsam mit dir feiern.

(John Cenick)

~          Vater des Himmels und der Erde,
ernähre deine hungrigen Kinder,
schenke in deiner Gnade unserem Geist
das wahre unvergängliche Brot.
Schenke uns und der ganzen Menschheit in Jesus Christus,
dass wir von deiner vergebenden Gnade kosten dürfen,
dem Manna deiner Liebe.

(Charles Wesley, speziell für den Anlass der Agapefeier verfasst.)

Lied:
~ 397,1.2.6.7.      Herz und Herz vereint zusammen
~ 412                   Wir sind eins in dem Herren
~ 568/ HW 178    Wo Menschen sich vergessen
~ 443                   Gut, dass wir einander haben
~ 558                   Hilf uns einander helfen, Herr
~ HW 100             Einander brauchen
~ HW 104             Gott, segne unser Brot

Lesung
~ Psalm 145, 8-21                Gottes umfassende Liebe
~ Exodus 23, 10-13              Sabbatjahr und Sabbat
~ 1. Könige 19, 11-15b         stilles sanftes Säuseln
~ Psalm 84,2-9                     Gebet als Quelle der Kraft
~ Jesaja 54, 7-10                  Der Bund des Friedens soll nicht hinfallen
~ 1. Korinther 13                  Das Geschenk der Liebe
~ 2. Korinther 9, 6-15           Unser großzügiges Teilen verherrlicht Gott
~ Philipper 2, 5-11                Gottes Selbstentäußerung in Christus
~ 1. Johannes 4, 7-21           Gott ist Liebe
~ Matthäus 22, 34-40          Liebe zu Gott und dem Nächsten
~ Lukas 9, 12-17                   Speisung der 5000
~ Lukas 14, 16-24                 Das große Abendmahl
~ Johannes 6, 22-35             Jesus, das Brot des Lebens

Andacht/ Gedanken zum Text durch die leitende Person

Eine oder mehrere Personen können von persönlichen Glaubenserfahrungen erzählen, die mit der Schriftlesung in Verbindung stehen.

Tischgemeinschaft

Wir sind zusammengekommen, um zu singen, zu beten und Gemeinschaft miteinander und mit Gott zu haben. Wir haben ein einfaches Mahl. Das gemeinsame Essen ist Ausdruck unserer christlichen Gemeinschaft.

Reichen des Brotes

Das Brot wird von Person zu Person weitergegeben. Die leitende Person bekommt das Brot zuletzt und schließt mit einigen Worten, einem kurzen Gebet oder mit einer Einladung, sich neu Christus hinzugeben.

Während der Mahlzeit läuft das Gespräch an den Tischen.

Gemeinschaft nach dem Essen  Diese kann enthalten:

  • Teilen von Glaubenserfahrungen
  • Gebete
  • Lieder
  • Sammlung für bedürftige Menschen

Fürbitten und Vater unser

Geleitwort

Lied
~ 460        Ehre sei Gott in der Höhe
~ 503        Komm Herr segne uns
~ 446        Ausgang und Eingang
~ 488        Bewahre uns Gott
~ 500        Nun segne und behüte uns
~ 502        Friede sei nun mit euch allen
~ HW 125 Keinen Tag soll es geben
~ HW 145 Shalom, der Herr segne uns

Segen

Hausgottesdienst mit Kindern: Paulus flieht in einem Korb

Material: Kerze, (Kinder)bibel, Papiertüte, Schnur, Spielfiguren, evtl. Stifte, Liederbuch und Instrument

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

  • Wir räumen das Zimmer auf
  • Wir stellen alle elektronischen Geräte ab
  • Wir zünden eine Kerze an und setzen uns gemeinsam hin
  • Votum mit Bewegungen

„Wir feiern jetzt zusammen Gottesdienst. Andere feiern auch Gottesdienst bei sich zu Hause. Gott lädt uns sein. Darum feiern wir jetzt

im Namen Gottes, des Schöpfers, der die ganze Welt gemacht hat,  mit den Armen einen Kreis beschreiben  
und im Namen Gottes, des Sohnes Jesus Christus, der uns lieb hat,  Hände kreuzen am Herzen  
und im Namen Gottes des Heiligen Geistes, der uns stark macht.   Amen“Bizeps zeigen
  • Lied (z.B. „Ein neuer Tag beginnt“ – Unser Kinderliederbuch 260/ EM 617)
  • Gebet „Was mit Angst und Sorgen schafft, das kann ich dir sagen“ (Jede/r darf Gott sagen, wovor er/sie Angst hat)

Hören – Gott spricht zu uns

  • Lied (z.B. „Hey das ist superstark – Top 27,8 oder „Gott geht mit“ – Top 25,14)
  • Kurze Basteleinheit: Eine Schnur wird durch eine Papiertüte gezogen. Die Papiertüte kann noch angemalt werden, sodass sie wie ein Korb aussieht.
  • Wir lesen eine Geschichte aus der (Kinder)bibel: Paulus flieht in einem Korb (Apostelgeschichte 9,19-25). Die Geschichte kann mit Spielfiguren nachgestellt werden. In Vers 25 kommt dann der gebastelte Korb zum Einsatz.
  • Evtl. kurzes Gespräch:
    • Warum muss man manchmal seine Meinung ändern?
    • Warum ist es mutig, seine Meinung zu ändern und darüber zu reden?
    • Haben wir schon mal jemanden „gerettet“? Z.B. ein anderes Kind in Schutz genommen?
    • Haben wir schon mal anderen von Jesus erzählt?
  • Lied (z.B. „Hand in Hand“ – TOP 27, 14 oder „Immer und überall“ – Top 25,11)

Teilen – Gott verbindet uns miteinander

  • Wenn man eine noch längere Schnur an die Papiertüte hängt, kann man kleine Gegenstände aus dem Fenster herunterlassen und wieder hochziehen. Vielleicht können wir uns in dieser Woche mit jemandem aus unserer Gemeinde verabreden und dieses Spiel spielen? Das geht sogar mit Leuten, die noch viel Abstand halten wollen oder müssen.
  • Fürbittengebet: Wir beten für Menschen, die Anderen von Jesus erzählen
  • Vater unser

Weitergehen – Gott segnet uns

  • Segensgebet mit Bewegungen, z.B.:
Gottes gute HändeHände zeigen
sind wie ein großes Zelt,mit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
das uns beschützt und fest zusammenhält.beide Hände fest verschränken und zusammenhalten
Gottes gute HändeHände erhoben zeigen
sind wie ein großes Zeltmit den Händen über dem Kopf ein Zeltdach formen
Er beschützt dichauf das Gegenüber zeigen
und michauf sich selbst zeigen
und die ganze weite Welt.mit den Händen einen Kreis beschreiben
Amen(Hände falten)
  • Lied (z.B „Gott dein guter Segen“, EM 496)