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Gliederaufnahme

im Gottesdienstteil III „teilen – Gott verbindet uns miteinander“

Hinführung

P geht an den Taufort und spricht zur Gemeinde gewandt

P Erinnert euch: Gott beschenkt uns in der Taufe.
Zur Taufe kommt das Bekenntnis des Glaubens.

N.N. ist getauft. Er/sie weiß um seine/ihre Rechte und seine/ihre Verantwortung in der Kirche. Durch sein/ihr Bekenntnis nehmen wir N.N. heute in die Evangelisch-methodistische Kirche auf.

Credo

P Lasst uns gemeinsam unseren christlichen Glauben bekennen, durch den wir mit allen Christinnen und Christen verbunden sind:

Credo der Kirche
auch als Glaubenslied oder mit Nicänum möglich

∆ P+G Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige allgemeine christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Credo der Gemeinde / Gemeindebefragung

Die aufzunehmende Person wird an den Taufort gebeten. Die Gemeinde nimmt Platz. Rederichtung zur Gemeinde und zu evtl. weiteren Taufzeugen

P Ich frage euch als Gemeinde, als Kirche Gottes, als Christi Leib:
Nehmt ihr erneut Gottes befreiende Kraft an, um allem Bösen und aller Ungerechtigkeit zu widerstehen und Gutes zu tun?
So antwortet: Ja!
G Ja.
P Wollt ihr nach Christi Beispiel leben, einander stärken und die gute Nachricht verkündigen? So antwortet: Ja!
G Ja.
P Wollt ihr N.N. mit Liebe und Vergebung begegnen? Wollt ihr für ihn/sie beten, dass er/sie Jesus nachfolgt? So antwortet: Ja!
G Ja.

Credo des/der Aufzunehmenden / persönliches Bekenntnis

Diese Fragen waren Gegenstand im Gespräch mit dem/den Aufzunehmenden.

Taufgedächtnis

In Taufbecken bzw. -schale wird das Wasser gegossen.

P N.N., ich erinnere dich an deine Taufe
im Namen des Vaters
die Hand mit Wasser benetzen und ein Kreuz in die linke Hand zeichnen
und des Sohnes
die Hand mit Wasser benetzen und ein Kreuz in die rechte Hand zeichnen
und des Heiligen Geistes.
die Hand mit Wasser benetzen ein Kreuz auf die Stirn zeichnen
Amen.
P nimmt den/die Aufzunehmende/n bei den Händen – eigene Hände unter die Hände des/der Aufzunehmende/n.
P: N.N., durch deine Taufe wurdest du in die Gemeinschaft der christlichen Kirche aufgenommen.
Durch dein Bekenntnis hast du dich zum christlichen Glauben und zur Evangelisch-methodistischen Kirche bekannt.
Ich nehme dich in die Evangelisch-methodistische Kirche auf.

Segnung

P Der Heilige Geist wirke in dir, dass du durch Wasser und Geist geboren als treue Jüngerin/treuer Jünger Jesu lebst.

Begrüßung der aufgenommen Person

P geht mit den neu Aufgenommen einen Schritt weg vom Taufort und stellt diesen gut sichtbar vor die Gemeinde

P Wir sind alle eins in Christus.

N.N. ist nun bekennendes Glied der Evangelisch-methodistischen Kirche, die Teil der einen Kirche Jesu Christi ist. Lasst uns ihn/sie willkommen heißen!

Hier kann Applaus der Gemeinde folgen, persönliche Geschenke, Aktionen … Wichtig dabei: Tatsächlich willkommen heißen, also etwas tun, statt viele Worte zu machen!

Dankgebet

P Ewiger, heiliger Gott!
Du beschenkst uns. Wir danken dir für N.N..
Als Leib Christi und als Gemeinde wollen wir dich ehren:
mit unseren Gebeten und Gaben, unserem Dienst und Zeugnis,
durch Jesus Christus unseren Herrn.
Amen.

Fürbitten

evtl. zuvor noch andere Informationen … es geht weiter wie im Teil „teilen – Gott verbindet uns miteinander“ üblich

Verabschiedung in den Ruhestand

Vorbemerkungen

  • Die Verabschiedung in den Ruhestand ist die rituelle Form, um ordinierte Pastorinnen und Pastoren („elder“) aus dem aktiven Dienst zu begleiten. Es ersetzt nicht eine persönliche Verabschiedung am letzten Dienstort.
  • Dem Bedürfnis nach kurzen, persönlichen Würdigungen kann Raum gegeben (nach der Anrede). Jedoch ist dabei zu bedenken, dass selbst in einem kleinen Rahmen nur selektiv die gesamte Dienstzeit wirklich gewürdigt werden kann. Es gibt drei Möglichkeiten, diesem Bedürfnis zu begegnen:
    • keine persönliche Würdigung im Rahmen des rituellen Verabschiedens, sondern ausschließlich im Rahmen der Verabschiedung im letzten Dienstort. Hier hat der zuständige SuperintendentIn darauf zu achten, dass die gesamte Dienstzeit in den Blick kommt (durch Grußworte, Photostrecken, Videogrüße etc.).
    • kurze visuelle Eindrücke der Person (Photo von Ordination und Photo „in Aktion“, Daten der Dienstorte), keine vertiefenden Beiträge.
    • kurze Grüße aus allen (!) Stationen per Videobeitrag (pro Person max. 1 min), wobei darauf zu achten ist, dass eine Person im Vorhinein sich die Fragen an die Gemeinden wie auch die technische Umsetzung genau überlegt und organisiert.

Verabschiedung in Ruhestand

(Zur Info: im Folgenden wird die Pluralform gewählt, da in der Regel mehrere PastorInnen im JK-Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet werden)

Anrede:

Bischof:

Liebe Schwester N.N., lieber Bruder M.M., lieber Bruder X.X.,
in diesem Gottesdienst verabschieden wir Euch
aus dem aktiven Dienst als Pastorin, als Pastor in der evangelisch-methodistischen Kirche.
Wir danken Gott und wir danken Euch, dass ihr eure Lebenszeit, Begabungen und Kraft der Kirche Jesu Christi zur Verfügung gestellt habt.
Ihr habt das Evangelium von Jesus Christus gepredigt und in vielfältigen Formen die Botschaft von Gottes Liebe und Treue bezeugt.
Ihr habt auch Verantwortung in verschiedenen Ämtern und Gremien unserer Kirche wahrgenommen.
Dadurch ist die evangelisch-methodistische Kirche von Euch geprägt, geistlich geleitet und begleitet worden.
Nicht alles im Dienst einer Pastorin oder eines Pastors liegt vor Augen.
Vieles geschieht im Verborgenen.
Und doch können Früchte Eures Wirkens wahrgenommen werden.
Für die sichtbaren wie unsichtbaren sind wir dankbar.

(Hier ist eine kurze persönliche Würdigung denkbar. Eine Überleitung wie folgt wäre denkbar: „Im Leben vieler Menschen habt Ihr Spuren durch Euren Dienst im Namen Gottes hinterlassen. Hört und seht selbst….“)

Entpflichtung

Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt für Euch eine neue Lebensphase.
Auf Grund eurer Ordination bleibt ihr berufen,
das Evangelium von Jesus Christus zu predigen,
zu taufen
und die Feier des heiligen Abendmahls zu leiten.
Ihr seid aber frei von den dienstlichen Pflichten und der Verantwortung, die euer Amt mit sich gebracht hat.
Vergesst nicht die großen Dinge, die Gott durch euch getan hat.
Bleibt weiterhin eurer Berufung treu.

Gebet

(hier ist EIN Gebet auszuwählen – oder ein freies Gebet zu formulieren. Dieses sollte enthalten: den Dank an Gott, Dank für die Gaben der Abschiednehmenden, Bitte um Vergebung von Schuld, Bitte um Bewahrung dessen, was durch den Dienst geworden und gewachsen ist, Bitte um Gottes Segen für neuen Lebensabschnitt)

So wollen wir Euch mit Gebet und dem persönlich zugesprochenen Segen aus Eurem aktiven Dienst verabschieden:

(gemeinsam gesprochenes Gebet von Bischof und Gemeinde)

Wir beten (Zeichen zum Aufstehen geben):

Gott voller Gnade,
der du diese Menschen mit der Vision deines Reiches erfüllt hast.
Du hast sie mit Deinem Heiligen Geist ausgestattet.
Wir danken dir für den Dienst dieser Frauen und Männer
und für die Art und Weise, in der sie sich um deine Kirche gekümmert haben.
Wende Du, Gott, zum Guten, was nicht gelungen ist
und vollende Du, was begonnen wurde.
Sei Du mit deiner beständigen Gegenwart bei diesen Schwestern und Brüdern,
dass sie Dir weiterhin in Liebe und Treue dienen können,
und wachsen in der Gnade und Erkenntnis in Christus Jesus.
Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen.

(in Anlehnung an Book of Worship S.735 „A Retirement Recognition Service“)

Gott voller Gnade,
der du diese Menschen mit der Vision deines Reiches erfüllt hast.
Du hast sie mit Deinem Heiligen Geist ausgestattet.
Wir danken dir für den Dienst dieser Frauen und Männer
und für die Art und Weise, in der sie sich um deine Kirche gekümmert haben.
Wende Du, Gott, zum Guten, was nicht Treuer Gott, du beschenkst deine Kirche mit guten Gaben.
Wir danken dir für alles, was du durch N.N., M.M. und X.X gewirkt hast.
Lass sie (und ihre Familien) spüren,
wie viel Segen der Einsatz gebracht hat.
Weil du barmherzig bist, hilf ihnen,
mit sich selbst barmherzig zu sein,
wenn ihnen Fehler oder Unterlassungen einfallen.
Vergib uns, was wir diesen Brüdern und Schwestern gegenüber versäumt haben.
Gib diesen Geschwistern Kraft und neuen Mut für das Zukünftige.
Geleite sie auf ihren Wegen.
Halte deine Hand über sie
jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

(in Anlehnung an „Liturgische Handreichung. Verabschiedung aus einem kirchlichen Dienst“, UEK und VELKD, 2008)

persönliche Segnung mit Handauflegung

[Knie nieder, lass dir die Hände auflegen und]empfange den Segen Gottes:

Gott segne dir den Blick zurück und den Schritt nach vorn.
Er bewahre dir die guten Erfahrungen.
Er begleite dich auf dem Weg, der vor dir liegt.
So segne dich der gütige Gott,
(+) Vater, Sohn und heiliger Geist.
(nach Agende zur Berufung und Einführung)

Die Barmherzigkeit des HERRn hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. (Klagelieder 3,22f)

Es segne und behüte dich der allmächtige und barmherzige Gott,
(+) der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Gott behüte, was du weiterträgst

Dank

(Überreichen der Ruhestandsurkunde, Blume etc.)
Schwester N.N., wir danken dir ganz herzlich für deine Mitarbeit.

evtl. Musik

Mantelübergabe

(vgl. Book of Worship, A retirement recognition service, S.736)
Ein Vertreter der „neuen“ Ruheständler, ein Vertreter der neuen JK-Mitglieder in voller Verbindung (Ordinand) knien (oder stehen seitlich rechts und links vor dem Bischof). Bischof nimmt eine Stola, die vorher auf dem Abendmahlstisch lag, und legt sie über die Schultern des Vertreters der „neuen“ Ruheständler und sagt:

Bischof:
Im Buch der Könige lesen wir über den Propheten Elia und seinen Auftrag.
Der Mantel, Symbol für die Beauftragung durch Gott, fiel auf den jüngeren Propheten, Elisa, und der Geist Elias ruhte auf ihm.

(Der Vertreter der „neuen“ Ruheständler erhebt sich und legt die Stola über die Schulter des Vertreter der neuen JK-Mitglieder in voller Verbindung (Ordinand) und sagt:)
Ich übergebe den Mantel von unserer Generation an eure Generation.
Die Verantwortung und Hingabe der älteren Generation
wird aufgenommen und fortgesetzt von euch Jüngeren.
Und der Geist des heutigen Elias wird auf dem heutigen Elisa ruhen.

(Der Vertreter der neuen Ordinanden erhebt sich, dreht sich zu allen „neuen“ Ruheständlern und sagt:)
Wir, die wir nach euch kommen, nehmen den Mantel auf, der uns zufällt. So erben wir im zweifachen Sinn von eurem Geist.

Bischof:
„So ermahne ich euch nun,
ich, der Gefangene in dem Herrn,
dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid,
in aller Demut und Sanftmut, in Geduld.
Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;
ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.
Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. “ (Eph 4,1-6)

Verlesung der Dienstzuweisung

Lied

Sendung mit Segenszuspruch

(für alle, also für Ordinierte, Ruheständler, Aktive wie auch anwesende Gemeinde)

Bischof:
Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. (Koh 3,1)
So gibt es auch eine Zeit für Veränderungen, Herausforderungen und Aufbrüche (neue Ausblicke).
Mit Liebe senden wird Euch weiter – im Sinne John Wesleys:
Die Welt ist Dein Kirchspiel.

Gemeinde:
Geh in die Welt und antworte der Liebe Christi in allem, was du tust.
Lebe aus der Vision, die Gott dir gegeben hat.
Lass Gottes Barmherzigkeit, Gnade und Frieden durch dich in diese Welt fließen.
Die Gnade und der Friede Gottes sind mit dir.

Bischof: Amen!
Gemeinde: Amen!
(nach Book of Worship, A retirement recognition service, S.737)

Musik zum Auszug

Würdigung der Jubilare in der Lebens- und Dienstgemeinschaft

(im Rahmen der Jährlichen Konferenztagung, nach der Beauftragung zum PastorIn auf Probe, LokalpastorIn)

Einführung

Bischof: (zur Konferenz)
Liebe Schwestern und Brüder, diese Männer und Frauen haben wir beauftragt zum Dienst in der Evangelisch-methodistischen Kirche: Als PastorInnen auf Probe, als LokalpastorInnen und als PraktikantInnen. Sie reihen sich ein in eine Gemeinschaft unzähliger Brüder und Schwestern, die sich ebenso von Jesus Christus zum Dienst berufen ließen. Dies liegt zum Teil schon viele Jahre zurück. So leben sie diese Berufung nach ihren Gaben und Möglichkeiten in vielfältiger Weise. Diese Dienst- und Lebens-Gemeinschaft wollen wir jetzt etwas sichtbar werden lassen. Stellvertretend für die vielen, bitten wir diejenigen nach vorne, die ein (silbernes oder goldenes) Dienstjubiläum begehen.

Nennung der Namen

(die aufgerufenen Personen kommen einzeln nach oben)

Bischof:
Vor 25 Jahren haben sich XX., NN, YY und ZZ zum Dienst in der evangelisch-methodistischen Kirche rufen und beauftragen lassen.
Vor 50 Jahren haben sich als Glied am Leib Christi in die Lebens- und Dienstgemeinschaft rufen lassen: JJ, MM, LL, OO und PP.

Anrede/ erneute Selbstverpflichtung

Bischof: (zu den Jubilaren und der Konferenz)
Wir sind von Jesus Christus in den Dienst seiner Kirche gerufen.
Das bekennen wir,
das leben wir,
dafür beten wir.
Lasst uns miteinander in der Schule der Heiligen Schrift bleiben.
Lasst uns darauf achten, dass die Botschaft Jesu Christi durch uns wahrgenommen und weitergegeben wird.
Lasst uns füreinander beten, dass wir die Stimme des dreieinigen Gottes hören und seiner Vision folgen – bis sein Reich in Herrlichkeit kommt.

(evtl. gemeinsames Vater Unser)

Segenszuspruch

Bischof: (an die Jubilare gerichtet, alle gemeinsam werden damit gesegnet)
Er aber, der Gott des Friedens,
heilige euch durch und durch
und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt,
untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.
(nach 1. Thess 5,23.24)

persönliches Dankzeichen

Entwidmung

eines kirchlichen Gebäudes oder gottesdienstlichen Raumes



Liedvorschläge

allgemein

  • 421            Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ
  • 504            Ach bleib mit deiner Gnade
  • 371            Befiehl du deine Wege
  • 400            Die Kirche Christi lebt und bleibt
  • 404            Die Kirche Gottes ist vereint
  • 395            Die Kirche steht gegründet
  • 407            Gott baut ein Haus, das lebt
  • 429            Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht (Kanon)
  • 25 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
  • 409            In Christus ist nicht Ost noch West
  • 338            In allen meinen Taten
  • 411            Strahlen brechen viele aus einem Licht
  • 367            Wer nur den lieben Gott lässt walten

zum Schluss

  • 488            Bewahre uns Gott
  • 506            Es segne und behüte uns (Kanon)
  • 493            Herr, wir bitten: Komm und segne uns
  • 667            Jerusalem, du hochgebaute Stadt
  • 489            Verleih uns Frieden gnädiglich

zum Auszug

  • 446            Ausgang und Eingang (Kanon)
  • 247            Erwecke und bewege uns
  • 554            Geht Gottes Weg, bringt Frieden in die Welt
  • 535            Im Frieden dein
  • 595            Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen
  • 361            Meine Hoffnung und meine Freude
  • 387            Vertraut den neuen Wegen

Ankommen – Gott bringt uns zusammen

Präludium

Liturgische Eröffnung

Hier kann die trinitarische Formel verwendet werden.

Biblisches Votum

Freie Begrüßung

Psalm


Hören – Gott spricht zu uns

Lesungen

Predigt


Teilen – Gott verbindet uns miteinander

Feier des Abendmahls

siehe Abendmahl. Nach dem Dankgebet am Ende der Mahlfeier folgt eine Zeit der Stille.

L         Wir verlassen jetzt diese Gottesdienststätte.
÷ In der Gewissheit der Begleitung Gottes gehen wir nach XX.

Die liturgischen Gegenstände können am Ende des Gottesdienstes aus der Kirche / dem Raum getragen werden. Die Träger*innen nehmen vor dem Gebet ihre Plätze bei den jeweiligen Gegenständen ein.

Abschiedsgebet

L         Lasst uns beten!

zu den Kerzen gewandt

Du Licht der Auferstehung,
das alle Finsternis vertreibt,
geh uns mit deinem Licht voran
auf dem Weg in dein Reich.
Hier rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

zum Abendmahlstisch gewandt

Du unser Gastgeber, Jesus Christus,
der du uns an deinem Tisch hier
mit deinen Gaben gesättigt hast,
wir rufen zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

zum Wort-Ort (Lesepult, Bibel o.a.) gewandt

Du Wort des Lebens,
hier, wo deine Stimme hörbar wurde
und du uns durch deinen Geist lebendig machst,
rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

zum Taufort gewandt

Du Begleiterin im Leben,
hier wurden Menschen mit Wasser und Geist getauft. Hier haben sie ihren Glauben bekannt
und sind Teil deiner weltweiten Kirche geworden.
Hier rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

zum Musikinstrument (Orgel, Klavier u.ä.) gewandt

Du Klang des Seins,
hier wurden Melodien angestimmt und Gesang begleitet.
Hier bekamen Traurigkeit, Trost und Freude einen eigenen Ton.
Alte und Junge stimmten ein in die Lieder deiner großen Gemeinde.
Hier rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

zum Segensort gewandt

Du Trost über alle Hilfe hinaus,
an diesem Ort hast du Menschen gesendet,
haben Paare, Jugendliche und Kinder deinen Segen empfangen und haben wir Abschied genommen.
Hier rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

Du Gott des Lebens,
wir sagen Dank
für die Kinder und Jugendlichen in unserer Gemeinde,
für alle Gaben, die wir zusammengelegt haben,
für Musik und Gesang, die hier erklungen sind,
für Blumen, (liturgische) Farben und alles Schöne,
für Kirchenkaffee, gemeinsames Essen und Gespräche.
Wir sagen dir Dank für die Menschen,
die sich um all das kümmerten.
Hier rufen wir zu dir:
Bleib in unserer Mitte und geh mit uns.

Vater unser


Weitergehen – Gott sendet uns

L         Das Leben unserer Gemeinde in diesem Raum/in dieser Kirche ist jetzt beendet.
Wir brechen auf und dienen Gott an einem anderen Ort.

Hier kann gegebenenfalls eine andere Nutzung des Gebäudes genannt werden.

Segen

Postludium

Währenddessen kann die Gemeinde aus dem Gebäude ausziehen. Träger*innen können liturgische Medien an der Spitze des Zuges mit hinausnehmen und ggf. an den neuen liturgischen Ort überführen.

Analoge Gottesdienste nach dem Lockdown (Liturgische FAQs)

 

 

Vorbemerkungen

Liturgisches Verhalten ist abwägendes Verhalten. In der gegenwärtigen Situation können zwei Pole für diese Abwägung wahrgenommen werden. Da sind die Einen, die in Gottesdiensten auch physisch mehr wagen möchten (bspw. den Einsatz von Kirchen- und Bläserchören). Und es gibt die Vorsichtigeren, die noch nicht wieder in die Kirche kommen oder die zwar kommen, dort aber gewisse Schutzmaßnahmen erwarten. Zwischen diesen Bedürfnissen agiert liturgisches Verhalten.
Die Fachgruppe für Gottesdienst und Agende plädiert für ein behutsames Agieren in der Gottesdienst­planung, welches die Vorsichtigen und damit „die Schwachen“ und Schutzbedürftigen im Blick behält. Das sollte auch in der Außenwirkung unserer Gottesdienste wahrnehmbar sein.

1         Liturgietheologische Grundlagen

Die christliche Liturgie speist sich aus zwei grundlegenden Elementen[1]:

a) aus einem auf Gestalt drängenden Element, dogmatisch gesprochen: dem Handeln Gottes, wie es bspw. in der Schöpfung und in der Menschwerdung seines Sohnes (Gal 4,4-6 u.a.) sichtbar wird,

b) aus einem spiritualisierenden, vergeistigenden Element, dogmatisch gesprochen: aus einer auf Gott und sein Reich gerichteten zukünftigen Hoffnung (Phil 3, 12-14 u.a.), wie sie sich bspw. im Wirken des Heiligen Geistes beim Beten (Röm 8, 26f u.a.) erkennen lässt.

Diese beiden Aktionsstränge, Gottes auf Gestalt drängendes Handeln und der darauf antwortende menschliche Anteil (wie bspw. die Verbalform des Betens), sind aufeinander bezogen.

In der Coronazeit mit ihren notwendigen physischen Distanzierungen[2] können aus diesen beiden Aktionssträngen liturgische Lösungen begründet, abgeleitet und neu entwickelt werden.

Dazu hilft die Reflexion und eventuelle Neubestimmung des Verhältnisses von körperlich-gestaltlicher Präsenz und vergeistigenden, spirituell berührenden Elementen.

Konkret kann das heißen: Es ist einfacher, in einer Predigt über Gottes Liebe zu reden – ohne physischen Kontakt –, als in einer Kindertaufe die berührende Liebe Gottes erlebbar zu machen, wenn ich den Regeln eines „physical distancing“ folge.

Bei der Vorbereitung von Gottesdiensten unter Beachtung des Hygienekonzepts unserer Kirche kann die Reflexion des Verhältnisses der beiden oben ausgeführten Aktionsstränge helfen, zu konkreten Gestaltideen zu finden. Die folgenden Grundsätze sind aus den beiden Aktionssträngen entnommen und wollen mit ihren Beispielen Hilfen zur Anleitung und konkreten Umsetzung bieten.

2         Zwei Grundsätze für die Vorbereitung von Gottesdiensten

2.1      Die Grundvollzüge eines Gottesdienstes ohne direkten physischen Bezug zu anderen Menschen stärken

Hierzu zählen:

  • alle klanglichen Aktivitäten, alle Aktivitäten, die mit Wort, Sprache und Klang vermittelt werden. Dazu zählen Lesung, Predigt wie auch solistischer Gesang, hinzu kommen Orgel- bzw. Klaviermusik etc.
  • der bewusste Einsatz von Zeichen und Symbolen: Segens- bzw. Gebetsgesten, Kerzen entzünden, Verwenden von Figuren und Gegenständen zum Erzählen biblischer Geschichten (Egli-Figuren, Lego, GodlyPlay etc.)
  • der bewusste Einsatz des Körpers im Raum: bewusstes Stehen oder Sitzen, Strecken, Knien, Drehen (ohne den Mindestabstand zu verletzen) – unter freiem Himmel bestehen hier noch mehr Möglichkeiten (zusätzlich zur geringeren Infektionsgefahr)
  • Der Abstand für liturgisch handelnde Personen ohne Mundschutz beträgt mindestens 4 bis 5 m, mit Mundschutz mindestens 1,50 m (bitte die unterschiedlichen aktuellen regionalen Regelungen beachten).
  • ACHTUNG: Bitte darauf achten, dass die Aktivitäten nicht zu wortlastig werden.
  • bewusst Stille einplanen und dazu anleiten…

2.2      Liturgische Aktivitäten mit physischem Bezug zu anderen Menschen minimalisieren und/oder spiritualisieren

Deshalb legt sich der Verzicht auf folgende Dinge und Aktivitäten nahe:

  • auf zu viel körperliche Nähe im Kirchraum, weil das Abstandsgebot gilt (im Ein- bzw. Ausgangsbereich der Kirche und während der Mahlfeier Einbahn­stra­ßenregelungen anstreben)
  • auf den Gemeindegesang wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch Tröpfchenbildung
  • auf Gesangbücher wegen der Schmierinfektionsgefahr (unter Beachtung von Liedrechten können Beamer oder Einweg-Liedzettel Verwendung finden)
  • auf den Einsatz von Bläser- und Kirchenchören wegen der vermehrten Aerosolbildung
  • auf den Gemeinschaftskelch bei der Mahlfeier (s.u.) wegen der Tröpfcheninfektion
  • eine größere Anzahl von liturgisch Handelnden bzw. Teilnehmenden wegen der vermehrten Luftbewegungen und der damit verbundenen Tröpfchenbewegungen im Raum
  • auf Gottesdienste mit langer Dauer, da ein längerer Aufenthalt in geschlossenen Räumen die Infektionsgefahr erhöht (kurze Gottesdienste erleichtern auch Familien mit Kindern die Teilnahme)
  • auf alle Berührungen (Handschlag, Umarmungen beim Friedensgruß und ähnliche Situationen, Begrüßung von Banknachbarn, An-die-Hand-Nehmen in der Mahlfeier, beim Segnen …; bei Einsegnungen, Trauungen etc. kann ohne Berührungen gesegnet werden)
  • auf das Kollektieren im Gottesdienst, während die Körbchen durch die Reihen gehen (wegen der Schmierinfektionsgefahr kann die Kollekte am Ausgang gesammelt und nach dem Gottesdienst entweder mit Gummihandschuhen oder einige Tage später gezählt werden)

3         Beispiele

3.1      Mahlfeier

Ungern, aber unter den aktuellen Umständen noch notwendig, ist ein Verzicht auf die Mahlfeier angeraten.

Wer sich dennoch für eine Mahlfeier entscheidet, muss sich um Formen bemühen, die den obigen beiden Grundsätzen unter 2 entsprechen.

Deshalb sollte der Gemeinde vor Beginn der Mahlfeier erklärt werden, dass aufgrund der aktuellen Bedingungen schmerzlich auf Folgendes verzichtet werden muss:

  • auf den Friedensgruß (Praxistipp: Friedensgruß ohne körperliche Berührungen bspw. mit Winken oder Zuwendung mit Hilfe der Gesichtsmimik auf Abstand praktizieren, beim Tragen eines Mundschutzes evtl. mit den Augen lächeln)
  • auf die Verwendung eines Gemeinschaftskelchs
  • auf die Praxis der „Intinctio“ (Eintauchen), weil von der Hand Krankheitserreger auf die Oblate übertragen werden und von dort in den Kelch gelangen können
  • auf die Reichung des Kelches (Mahlfeier in einer Gestalt/communio sub una specie)

Zu empfehlen ist:

  • die Verwendung von einmalig verwendeten Einzelkelchen (in Gemeinden, wo dies eingeführt ist), da eine hygienisch korrekte Reinigung während der Liturgie schwierig ist
  • die Feier als Wandelmahlfeier (Praxistipp: an einer ersten Station eine Oblate, an einer zweiten Station Einzelkelche ausgeben und an einem dritten Ort die Einzelkelche abstellen)
  • die Mahlfeier in einer Gestalt in Form einerWandelmahlfeier mit Brot oder mit Hostien (Praxistipp: die Hostien mit einer Zange für Würfelzucker austeilen und oder Gummihandschuhe tragen, damit die Hände keinen Kontakt mit Brot oder Hostien haben, austeilende Personen sollen sich deutlich sichtbar vor der Austeilung die Hände desinfizieren, zur Desinfektion siehe unten)

3.2      Taufen

Kann eine Taufe nicht aufgeschoben werden, sind das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine entsprechende Handhygiene (siehe unten) für liturgisch handelnde Personen notwendig.

Dem Hygieneschutz wird ebenso Rechnung getragen, wenn der Pastor oder die Pastorin die Taufe aus einem ausreichenden räumlichen Abstand anleitet und ein Kirchenglied, das mit dem/der zu Taufenden in häuslicher Gemeinschaft lebt (z.B. ein Elternteil), die Taufhandlung ausführt[3].

4         Weitere liturgische Aktivitäten und Praxistipps

4.1      Begrüßungen

  • in der Begrüßung im Teil „Ankommen – Gott bringt uns zusammen“ der Gemeinde erklären, wie sie sich unter den veränderten Bedingungen im Gottesdienst verhalten soll; den räumlichen Bedingungen entsprechend sind klare Aussagen zum gottesdienstlichen Verhalten und zur Hygiene nötig, um Sicherheit zu geben

4.2      Segenshandlungen bspw. bei Einsegnungen oder Trauungen

  • Desinfektion der Hände in das sichtbare liturgische Handeln einbetten
  • von hinten segnen (den Rücken stärken), dabei ist eine gemeinsame Blickrichtung zum Abendmahlstisch oder zur Gemeinde möglich
  • Segnen ohne körperliche Berührung
  • auf Abstand mit beiden Armen einen „Segensraum“ bilden, die Gemeinde kann den Liturgen / die Liturgin nachahmen

4.3      Praxistipp: Reinigung von Tasten bei Instrumenten

  • Wegen Beschädigungsgefahr sollten Tasteninstrumente nicht desinfiziert werden; oberfläch­liches Abwischen erreicht nicht die seitlichen Teile der Orgel- und Klaviertastaturen, die beim Spielen berührt werden, deshalb sollten sich Spielerinnen und Spieler die Hände desinfizieren.

[1] Siehe hierzu auch: Wainwright, der auf diese Elemente innerhalb eines trinitarischen Ansatzes verweist. – Wainwright, Systematisch-theologische Grundlegung, S. 72f, in: Handbuch der Liturgik, Göttingen 2003, S. 72-94, ders. auch in: Doxology. The Praise of God in Worship, Doctrine and Life. A Systematic Theology, New York 1980.

[2] Besser ist die Rede von körperlicher Distanzierung, weil die Kirche von ihrem Auftrag her soziale Distanzierung trotz körperlichen Abstands überwinden will.

[3] Die Idee findet sich in: GOTTESDIENSTE FEIERN IN ZEITEN DER CORONA-PANDEMIE. Eine Handreichung für die Gemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche, S. 13, pdf-Dokument, Landeskirchenamt Stand: 6. Mai 2020

Trauerfeier/Bestattung in Corona-Zeiten

Trauerfeier und Beerdigung/Urnenbeisetzung an der Bestattungsstelle in der Corona-Zeit   

Erklärung: Aufzählungszeichen deuten verschiedene Formulierungsmöglichkeiten an.

ANKOMMEN – Gott bringt uns zusammen  

Eröffnung  

P Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm    

  • Meine Hilfe kommt vom Herrn,  der Himmel und Erde gemacht hat.  (Er, der dich behütet schläft nicht. Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.) (Ps 121, 2.3b-4)     
  • Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott,  von Ewigkeit zu Ewigkeit.  Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!  Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,  der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. (Ps 90,2-4)      
  • Deine Augen sahen mich,  als ich noch nicht bereitet war,  und alle Tage waren in dein Buch geschrieben,  die noch werden sollten und von denen keiner da war.  Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!  Wie ist ihre Summe so groß!  Wollte ich sie zählen,  so wären sie mehr als der Sand:  Am Ende bin ich noch immer bei dir.  (Ps 139,16-18)  

Eingangsgebet  

P Wir sind zusammengekommen, um uns von NN zu verabschieden. Lasst uns unsere Gedanken sammeln und in der Stille beten!

Stille  

  • P   Himmlischer Vater! Du bist uns nah auch im (plötzlichen) Abschied. Dafür danken wir dir. Unsere Gedanken sind bei NN, den/die du zu dir genommen hast. Wir danken dir für sein/ihr Leben. Gib den Trost deines Wortes allen, die um ihn/sie trauern. Dir sei Ehre durch Jesus Christus im Heiligen Geist in Ewigkeit. Amen 
  • P  Du unser Gott, wir sind hier zusammengekommen, um den letzten Weg mit NN zu gehen. Dazu suchen wir deine Kraft. Hilf, dass wir einander beistehen
    und in der Liebe bleiben, die kein Ende hat. Das rufen wir zu dir durch Jesus Christus unseren Herrn in Ewigkeit. Amen. 

HÖREN – Gott spricht zu uns  

Lesungen

  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja: Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jes 35,10)     
  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja:  Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. [Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner statt, weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben.] So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. (Jes 43,1-5a)     
  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jeremia:  Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.  Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen,  spricht der Herr.  (Jer 29,11-14a)       
  • Lesung aus dem Römerbrief des Apostels Paulus:  Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,31b-32.38-39)  ≈ Lesung aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus:  Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. (1Kor 15,42b-43)     
  • Lesung aus dem Evangelium nach Johannes:  Jesus Christus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 24.27f.32)    
  • Lesung aus dem Evangelium nach Johannes:  Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit. (Joh. 14,1-3.27.16-17a)     
  • Lesung aus dem Evangelium nach Lukas:  Simeon lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. (Lk 2,29-32) 

Ansprache (mit Lebenslauf) 

Die Ansprache verknüpft das Leben des Verstorbenen/der Verstorbenen mit Hoffnungsbildern der Bibel.  

TEILEN – Gott verbindet uns miteinander  

Fürbitten  

  • P Du EWIGER! Du tröstender Gott! Unsere Seelen sind betrübt über diesen (plötzlichen) Tod. Im Abschied suchen wir Deine Hilfe. NN hast du ans Ziel geführt. Wir wissen ihn/sie bei dir geborgen. Nun bitten wir dich um offene Augen und Herzen voller Liebe für alle, die weinen und trauern. Gib uns die nötige Kraft, für sie da zu sein. Das rufen wir zu dir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen. 
  • P  Du unser Gott,  wir bitten dich:  Stärke uns im Glauben und lass uns erkennen,  dass du Gedanken des Friedens für uns hast  und nicht des Leides.  Gib uns Gnade und Kraft,  deinen Weg zu gehen,  bis wir das Ziel in deiner Herrlichkeit erreichen. Amen.      
  • Du Liebhaber des Lebens, du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus hineingestellt in das helle Licht von Ostern. Wir danken dir für seine Auferweckung von den Toten, für die Kraft, die den Stein von Christi Grab weggewälzt hat. Stärke unseren Glauben! Führe uns durch alle Zweifel (und Ängste unserer Zeit) in das Reich deiner Herrlichkeit. Amen. 
  • Gepriesen bist du, unser Gott, immerdar, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit.  Wir bitten dich: Mögen die Chöre deiner Engel NN empfangen und zum Paradies/in dein Reich begleiten, die Heiligen aller Zeiten ihn/sie begrüßen und in die zukünftige/bleibende Stadt führen. Und durch Christus, der für ihn/sie gestorben ist, soll ewiges Leben NN erfreuen. Das rufen wir zu dir, heiliger Gott, Vater, Sohn und Heilige Geistkraft. Amen.       
  • Du Vater, Sohn und Heilige Geistkraft,  Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,  der gestern vergangen ist,  und wie eine Nachtwache.  Segne die Tage dieses zu Ende gegangenen Lebens in Ewigkeit. Amen.
Bestattungswort vor einer Erdbestattung 
P Nachdem der Herr über Leben und Tod NN zu sich gerufen hat, übergeben wir ihren/ seinen Leib der Erde. 

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube. 

Zu den Worten erfolgt der dreimalige Erdwurf. Danach wird der Sarg hinab gelassen.  

Bestattungswort nach der Beisetzung des Sarges 
P Im Glauben der Auferstehung blicken wir dem Leben in der zukünftigen Welt entgegen. Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh 11,25)
Bestattungswort vor einer Urnenbeisetzung  
P Lasst uns die Asche des/der Entschlafene(n) in der Erde bergen! Wir gedenken an NN Seine/ihre Asche bergen wir an diesem Ort.  

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube.  

Zu den Worten erfolgt der dreimalige Erdwurf. Danach wird die Urne hinab gelassen.

 Bestattungswort nach der Urnenbeisetzung  
P Wir erinnern uns, dass uns gesagt ist: Du bist Erde und sollst zu Erde werden. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. (1Kor 15,42b-43)

  WEITERGEHEN – Gott segnet uns  

Vaterunser

Erhöre uns, wenn wir gemeinsam beten:  

P+G Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.  

Segen 

Der Liturg/die Liturgin hebt die Hände zur Segensgeste. Zum Wort „Frieden“ schlägt der Liturg/die Liturgin mit der rechten Hand ein Kreuz.

P   Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen.      

÷ Möglichkeit des persönlichen Abschieds/Nachrufe