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Agapefeier

nach dem „Book of Worship“ der United Methodist Church

Die Agapefeier (vom neutestamentlichen Wort „agape“ = Liebe) ist ein christliches Gemeinschaftsmahl, das an die Mahlzeiten Jesu und seiner Jünger erinnert. Zentrale Elemente sind die Gemeinschaft, die Nachfolge und das Teilen des Essens.

Eine Agapefeier ist kein Abendmahl zweiter Klasse und kein Ersatz für das Abendmahl. Obwohl die Wurzeln in der frühen Kirche eng mit dem Abendmahl verbunden sind, entwickelten sich die beiden Gottesdienste unterschiedlich. Während das Abendmahl praktisch durch die ganze Kirchengeschichte überall verbreitet ist, trat die Agapefeier nur zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Denominationen in Erscheinung.

Vorbilder der Feier sind die urchristlichen Agapen und die Liebesmahle der Herrnhuter Brüdergemeine.

Im frühen Methodismus begannen die Agapen mit Gesang und Gebet. Gebäck oder Brot wurden ausgeteilt, dazu Wasser oder Tee ausgeschenkt. Für die Armen wurde eine Kollekte erhoben. Schließlich hatten alle Anwesenden Gelegenheit zu einem Erfahrungszeugnis.

„Die eigentliche Absicht eines Liebesfestes ist eine freie und familiäre Aussprache, bei der jeder Mann und auch jede Frau die Freiheit hat, irgendetwas, das zur Ehre Gottes dient, zu sagen.“ (John Wesleys Tagebuch vom 19.7.1761)

Im Unterschied zum symbolischen Essen beim Abendmahl handelt es sich hier um eine richtige Mahlzeit. Es eröffnet die Möglichkeit zu christlicher Tischgemeinschaft, wo eine gemeinsame Abendmahlsfeier noch nicht möglich ist. Jede/r Christ/in kann die Agapefeier anleiten. Die Gemeinde ist stark beteiligt. Auch kleine Kinder können mit dabei sein.

In der Regel wird eine einfache Mahlzeit geteilt. Damit die Agapefeier nicht mit dem Abendmahl verwechselt wird, sollte kein Abendmahlsbrot und kein Traubensaft gereicht werden. Es bieten sich z.B.  Brötchen, Cracker, Fladenbrot und dazu Wasser, Tee oder Kaffee an.  Im frühen Methodismus wurde ein „Loving Cup“ mit zwei Henkeln herumgegeben. Inzwischen ist es jedoch üblich, dass die Teilnehmenden aus einem eigenen Becher trinken.

Nach Möglichkeit sitzen die Feiernden gemeinsam am Tisch oder im Kreis. Die Agapefeier kann im Kirchenraum, im Gemeindesaal oder in privaten Räumen gefeiert werden. 

Eine Schriftlesung, Berichte persönlicher Glaubenserfahrungen, Lieder und Gebete gehören in der Regel zu einer Agapefeier. Andere Elemente, wie eine zeugnishafte Predigt, können dazu kommen.

Während der Mahlzeit können informelle oder geleitete Gespräche zu einem vorgegebenen Thema stattfinden.

Übrig gebliebenes Essen kann als Zeichen der Liebe und der Gemeinschaft zu Personen gebracht werden, die nicht an der Agapefeier teilnehmen konnten.

Analoge Gottesdienste nach dem Lockdown (Liturgische FAQs)

 

 

Vorbemerkungen

Liturgisches Verhalten ist abwägendes Verhalten. In der gegenwärtigen Situation können zwei Pole für diese Abwägung wahrgenommen werden. Da sind die Einen, die in Gottesdiensten auch physisch mehr wagen möchten (bspw. den Einsatz von Kirchen- und Bläserchören). Und es gibt die Vorsichtigeren, die noch nicht wieder in die Kirche kommen oder die zwar kommen, dort aber gewisse Schutzmaßnahmen erwarten. Zwischen diesen Bedürfnissen agiert liturgisches Verhalten.
Die Fachgruppe für Gottesdienst und Agende plädiert für ein behutsames Agieren in der Gottesdienst­planung, welches die Vorsichtigen und damit „die Schwachen“ und Schutzbedürftigen im Blick behält. Das sollte auch in der Außenwirkung unserer Gottesdienste wahrnehmbar sein.

1         Liturgietheologische Grundlagen

Die christliche Liturgie speist sich aus zwei grundlegenden Elementen[1]:

a) aus einem auf Gestalt drängenden Element, dogmatisch gesprochen: dem Handeln Gottes, wie es bspw. in der Schöpfung und in der Menschwerdung seines Sohnes (Gal 4,4-6 u.a.) sichtbar wird,

b) aus einem spiritualisierenden, vergeistigenden Element, dogmatisch gesprochen: aus einer auf Gott und sein Reich gerichteten zukünftigen Hoffnung (Phil 3, 12-14 u.a.), wie sie sich bspw. im Wirken des Heiligen Geistes beim Beten (Röm 8, 26f u.a.) erkennen lässt.

Diese beiden Aktionsstränge, Gottes auf Gestalt drängendes Handeln und der darauf antwortende menschliche Anteil (wie bspw. die Verbalform des Betens), sind aufeinander bezogen.

In der Coronazeit mit ihren notwendigen physischen Distanzierungen[2] können aus diesen beiden Aktionssträngen liturgische Lösungen begründet, abgeleitet und neu entwickelt werden.

Dazu hilft die Reflexion und eventuelle Neubestimmung des Verhältnisses von körperlich-gestaltlicher Präsenz und vergeistigenden, spirituell berührenden Elementen.

Konkret kann das heißen: Es ist einfacher, in einer Predigt über Gottes Liebe zu reden – ohne physischen Kontakt –, als in einer Kindertaufe die berührende Liebe Gottes erlebbar zu machen, wenn ich den Regeln eines „physical distancing“ folge.

Bei der Vorbereitung von Gottesdiensten unter Beachtung des Hygienekonzepts unserer Kirche kann die Reflexion des Verhältnisses der beiden oben ausgeführten Aktionsstränge helfen, zu konkreten Gestaltideen zu finden. Die folgenden Grundsätze sind aus den beiden Aktionssträngen entnommen und wollen mit ihren Beispielen Hilfen zur Anleitung und konkreten Umsetzung bieten.

2         Zwei Grundsätze für die Vorbereitung von Gottesdiensten

2.1      Die Grundvollzüge eines Gottesdienstes ohne direkten physischen Bezug zu anderen Menschen stärken

Hierzu zählen:

  • alle klanglichen Aktivitäten, alle Aktivitäten, die mit Wort, Sprache und Klang vermittelt werden. Dazu zählen Lesung, Predigt wie auch solistischer Gesang, hinzu kommen Orgel- bzw. Klaviermusik etc.
  • der bewusste Einsatz von Zeichen und Symbolen: Segens- bzw. Gebetsgesten, Kerzen entzünden, Verwenden von Figuren und Gegenständen zum Erzählen biblischer Geschichten (Egli-Figuren, Lego, GodlyPlay etc.)
  • der bewusste Einsatz des Körpers im Raum: bewusstes Stehen oder Sitzen, Strecken, Knien, Drehen (ohne den Mindestabstand zu verletzen) – unter freiem Himmel bestehen hier noch mehr Möglichkeiten (zusätzlich zur geringeren Infektionsgefahr)
  • Der Abstand für liturgisch handelnde Personen ohne Mundschutz beträgt mindestens 4 bis 5 m, mit Mundschutz mindestens 1,50 m (bitte die unterschiedlichen aktuellen regionalen Regelungen beachten).
  • ACHTUNG: Bitte darauf achten, dass die Aktivitäten nicht zu wortlastig werden.
  • bewusst Stille einplanen und dazu anleiten…

2.2      Liturgische Aktivitäten mit physischem Bezug zu anderen Menschen minimalisieren und/oder spiritualisieren

Deshalb legt sich der Verzicht auf folgende Dinge und Aktivitäten nahe:

  • auf zu viel körperliche Nähe im Kirchraum, weil das Abstandsgebot gilt (im Ein- bzw. Ausgangsbereich der Kirche und während der Mahlfeier Einbahn­stra­ßenregelungen anstreben)
  • auf den Gemeindegesang wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch Tröpfchenbildung
  • auf Gesangbücher wegen der Schmierinfektionsgefahr (unter Beachtung von Liedrechten können Beamer oder Einweg-Liedzettel Verwendung finden)
  • auf den Einsatz von Bläser- und Kirchenchören wegen der vermehrten Aerosolbildung
  • auf den Gemeinschaftskelch bei der Mahlfeier (s.u.) wegen der Tröpfcheninfektion
  • eine größere Anzahl von liturgisch Handelnden bzw. Teilnehmenden wegen der vermehrten Luftbewegungen und der damit verbundenen Tröpfchenbewegungen im Raum
  • auf Gottesdienste mit langer Dauer, da ein längerer Aufenthalt in geschlossenen Räumen die Infektionsgefahr erhöht (kurze Gottesdienste erleichtern auch Familien mit Kindern die Teilnahme)
  • auf alle Berührungen (Handschlag, Umarmungen beim Friedensgruß und ähnliche Situationen, Begrüßung von Banknachbarn, An-die-Hand-Nehmen in der Mahlfeier, beim Segnen …; bei Einsegnungen, Trauungen etc. kann ohne Berührungen gesegnet werden)
  • auf das Kollektieren im Gottesdienst, während die Körbchen durch die Reihen gehen (wegen der Schmierinfektionsgefahr kann die Kollekte am Ausgang gesammelt und nach dem Gottesdienst entweder mit Gummihandschuhen oder einige Tage später gezählt werden)

3         Beispiele

3.1      Mahlfeier

Ungern, aber unter den aktuellen Umständen noch notwendig, ist ein Verzicht auf die Mahlfeier angeraten.

Wer sich dennoch für eine Mahlfeier entscheidet, muss sich um Formen bemühen, die den obigen beiden Grundsätzen unter 2 entsprechen.

Deshalb sollte der Gemeinde vor Beginn der Mahlfeier erklärt werden, dass aufgrund der aktuellen Bedingungen schmerzlich auf Folgendes verzichtet werden muss:

  • auf den Friedensgruß (Praxistipp: Friedensgruß ohne körperliche Berührungen bspw. mit Winken oder Zuwendung mit Hilfe der Gesichtsmimik auf Abstand praktizieren, beim Tragen eines Mundschutzes evtl. mit den Augen lächeln)
  • auf die Verwendung eines Gemeinschaftskelchs
  • auf die Praxis der „Intinctio“ (Eintauchen), weil von der Hand Krankheitserreger auf die Oblate übertragen werden und von dort in den Kelch gelangen können
  • auf die Reichung des Kelches (Mahlfeier in einer Gestalt/communio sub una specie)

Zu empfehlen ist:

  • die Verwendung von einmalig verwendeten Einzelkelchen (in Gemeinden, wo dies eingeführt ist), da eine hygienisch korrekte Reinigung während der Liturgie schwierig ist
  • die Feier als Wandelmahlfeier (Praxistipp: an einer ersten Station eine Oblate, an einer zweiten Station Einzelkelche ausgeben und an einem dritten Ort die Einzelkelche abstellen)
  • die Mahlfeier in einer Gestalt in Form einerWandelmahlfeier mit Brot oder mit Hostien (Praxistipp: die Hostien mit einer Zange für Würfelzucker austeilen und oder Gummihandschuhe tragen, damit die Hände keinen Kontakt mit Brot oder Hostien haben, austeilende Personen sollen sich deutlich sichtbar vor der Austeilung die Hände desinfizieren, zur Desinfektion siehe unten)

3.2      Taufen

Kann eine Taufe nicht aufgeschoben werden, sind das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine entsprechende Handhygiene (siehe unten) für liturgisch handelnde Personen notwendig.

Dem Hygieneschutz wird ebenso Rechnung getragen, wenn der Pastor oder die Pastorin die Taufe aus einem ausreichenden räumlichen Abstand anleitet und ein Kirchenglied, das mit dem/der zu Taufenden in häuslicher Gemeinschaft lebt (z.B. ein Elternteil), die Taufhandlung ausführt[3].

4         Weitere liturgische Aktivitäten und Praxistipps

4.1      Begrüßungen

  • in der Begrüßung im Teil „Ankommen – Gott bringt uns zusammen“ der Gemeinde erklären, wie sie sich unter den veränderten Bedingungen im Gottesdienst verhalten soll; den räumlichen Bedingungen entsprechend sind klare Aussagen zum gottesdienstlichen Verhalten und zur Hygiene nötig, um Sicherheit zu geben

4.2      Segenshandlungen bspw. bei Einsegnungen oder Trauungen

  • Desinfektion der Hände in das sichtbare liturgische Handeln einbetten
  • von hinten segnen (den Rücken stärken), dabei ist eine gemeinsame Blickrichtung zum Abendmahlstisch oder zur Gemeinde möglich
  • Segnen ohne körperliche Berührung
  • auf Abstand mit beiden Armen einen „Segensraum“ bilden, die Gemeinde kann den Liturgen / die Liturgin nachahmen

4.3      Praxistipp: Reinigung von Tasten bei Instrumenten

  • Wegen Beschädigungsgefahr sollten Tasteninstrumente nicht desinfiziert werden; oberfläch­liches Abwischen erreicht nicht die seitlichen Teile der Orgel- und Klaviertastaturen, die beim Spielen berührt werden, deshalb sollten sich Spielerinnen und Spieler die Hände desinfizieren.

[1] Siehe hierzu auch: Wainwright, der auf diese Elemente innerhalb eines trinitarischen Ansatzes verweist. – Wainwright, Systematisch-theologische Grundlegung, S. 72f, in: Handbuch der Liturgik, Göttingen 2003, S. 72-94, ders. auch in: Doxology. The Praise of God in Worship, Doctrine and Life. A Systematic Theology, New York 1980.

[2] Besser ist die Rede von körperlicher Distanzierung, weil die Kirche von ihrem Auftrag her soziale Distanzierung trotz körperlichen Abstands überwinden will.

[3] Die Idee findet sich in: GOTTESDIENSTE FEIERN IN ZEITEN DER CORONA-PANDEMIE. Eine Handreichung für die Gemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche, S. 13, pdf-Dokument, Landeskirchenamt Stand: 6. Mai 2020

Trauerfeier/Bestattung in Corona-Zeiten

Trauerfeier und Beerdigung/Urnenbeisetzung an der Bestattungsstelle in der Corona-Zeit   

Erklärung: Aufzählungszeichen deuten verschiedene Formulierungsmöglichkeiten an.

ANKOMMEN – Gott bringt uns zusammen  

Eröffnung  

P Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm    

  • Meine Hilfe kommt vom Herrn,  der Himmel und Erde gemacht hat.  (Er, der dich behütet schläft nicht. Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.) (Ps 121, 2.3b-4)     
  • Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott,  von Ewigkeit zu Ewigkeit.  Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!  Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,  der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. (Ps 90,2-4)      
  • Deine Augen sahen mich,  als ich noch nicht bereitet war,  und alle Tage waren in dein Buch geschrieben,  die noch werden sollten und von denen keiner da war.  Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!  Wie ist ihre Summe so groß!  Wollte ich sie zählen,  so wären sie mehr als der Sand:  Am Ende bin ich noch immer bei dir.  (Ps 139,16-18)  

Eingangsgebet  

P Wir sind zusammengekommen, um uns von NN zu verabschieden. Lasst uns unsere Gedanken sammeln und in der Stille beten!

Stille  

  • P   Himmlischer Vater! Du bist uns nah auch im (plötzlichen) Abschied. Dafür danken wir dir. Unsere Gedanken sind bei NN, den/die du zu dir genommen hast. Wir danken dir für sein/ihr Leben. Gib den Trost deines Wortes allen, die um ihn/sie trauern. Dir sei Ehre durch Jesus Christus im Heiligen Geist in Ewigkeit. Amen 
  • P  Du unser Gott, wir sind hier zusammengekommen, um den letzten Weg mit NN zu gehen. Dazu suchen wir deine Kraft. Hilf, dass wir einander beistehen
    und in der Liebe bleiben, die kein Ende hat. Das rufen wir zu dir durch Jesus Christus unseren Herrn in Ewigkeit. Amen. 

HÖREN – Gott spricht zu uns  

Lesungen

  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja: Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jes 35,10)     
  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja:  Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. [Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner statt, weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben.] So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. (Jes 43,1-5a)     
  • Lesung aus dem Buch des Propheten Jeremia:  Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.  Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen,  spricht der Herr.  (Jer 29,11-14a)       
  • Lesung aus dem Römerbrief des Apostels Paulus:  Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,31b-32.38-39)  ≈ Lesung aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus:  Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. (1Kor 15,42b-43)     
  • Lesung aus dem Evangelium nach Johannes:  Jesus Christus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 24.27f.32)    
  • Lesung aus dem Evangelium nach Johannes:  Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit. (Joh. 14,1-3.27.16-17a)     
  • Lesung aus dem Evangelium nach Lukas:  Simeon lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. (Lk 2,29-32) 

Ansprache (mit Lebenslauf) 

Die Ansprache verknüpft das Leben des Verstorbenen/der Verstorbenen mit Hoffnungsbildern der Bibel.  

TEILEN – Gott verbindet uns miteinander  

Fürbitten  

  • P Du EWIGER! Du tröstender Gott! Unsere Seelen sind betrübt über diesen (plötzlichen) Tod. Im Abschied suchen wir Deine Hilfe. NN hast du ans Ziel geführt. Wir wissen ihn/sie bei dir geborgen. Nun bitten wir dich um offene Augen und Herzen voller Liebe für alle, die weinen und trauern. Gib uns die nötige Kraft, für sie da zu sein. Das rufen wir zu dir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen. 
  • P  Du unser Gott,  wir bitten dich:  Stärke uns im Glauben und lass uns erkennen,  dass du Gedanken des Friedens für uns hast  und nicht des Leides.  Gib uns Gnade und Kraft,  deinen Weg zu gehen,  bis wir das Ziel in deiner Herrlichkeit erreichen. Amen.      
  • Du Liebhaber des Lebens, du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus hineingestellt in das helle Licht von Ostern. Wir danken dir für seine Auferweckung von den Toten, für die Kraft, die den Stein von Christi Grab weggewälzt hat. Stärke unseren Glauben! Führe uns durch alle Zweifel (und Ängste unserer Zeit) in das Reich deiner Herrlichkeit. Amen. 
  • Gepriesen bist du, unser Gott, immerdar, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit.  Wir bitten dich: Mögen die Chöre deiner Engel NN empfangen und zum Paradies/in dein Reich begleiten, die Heiligen aller Zeiten ihn/sie begrüßen und in die zukünftige/bleibende Stadt führen. Und durch Christus, der für ihn/sie gestorben ist, soll ewiges Leben NN erfreuen. Das rufen wir zu dir, heiliger Gott, Vater, Sohn und Heilige Geistkraft. Amen.       
  • Du Vater, Sohn und Heilige Geistkraft,  Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,  der gestern vergangen ist,  und wie eine Nachtwache.  Segne die Tage dieses zu Ende gegangenen Lebens in Ewigkeit. Amen.
Bestattungswort vor einer Erdbestattung 
P Nachdem der Herr über Leben und Tod NN zu sich gerufen hat, übergeben wir ihren/ seinen Leib der Erde. 

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube. 

Zu den Worten erfolgt der dreimalige Erdwurf. Danach wird der Sarg hinab gelassen.  

Bestattungswort nach der Beisetzung des Sarges 
P Im Glauben der Auferstehung blicken wir dem Leben in der zukünftigen Welt entgegen. Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh 11,25)
Bestattungswort vor einer Urnenbeisetzung  
P Lasst uns die Asche des/der Entschlafene(n) in der Erde bergen! Wir gedenken an NN Seine/ihre Asche bergen wir an diesem Ort.  

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube.  

Zu den Worten erfolgt der dreimalige Erdwurf. Danach wird die Urne hinab gelassen.

 Bestattungswort nach der Urnenbeisetzung  
P Wir erinnern uns, dass uns gesagt ist: Du bist Erde und sollst zu Erde werden. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. (1Kor 15,42b-43)

  WEITERGEHEN – Gott segnet uns  

Vaterunser

Erhöre uns, wenn wir gemeinsam beten:  

P+G Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.  

Segen 

Der Liturg/die Liturgin hebt die Hände zur Segensgeste. Zum Wort „Frieden“ schlägt der Liturg/die Liturgin mit der rechten Hand ein Kreuz.

P   Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen.      

÷ Möglichkeit des persönlichen Abschieds/Nachrufe